Fahrradträger – nachträglich nachrüsten

Das Radfahren gehört zu den beliebtesten Outdoor-Aktivitäten, wobei es ein Problem gibt: Oftmals liegen die schönsten Routen nicht gerade vor der Haustür, sondern weit entfernt. Aus diesem Grund werden von vielen Bikern Fahrradträger genutzt, um das Fahrrad bzw. die Fahrräder bequem mit dem Auto transportieren zu können.

Was ist ein Fahrradträger

Bei einem Fahrradträger, der in der Schweiz als Veloträger bezeichnet wird, handelt es sich um eine Konstruktion, die es ermöglicht Fahrräder zu befestigen und mit dem Fahrzeug zu transportieren. Bei vielen Fahrzeugen ermöglicht es erst der Fahrradträger die Fahrräder in einem Stück zu transportieren – denn schließlich bietet nicht jeder Kofferraum genügend Platz, um die sperrigen Bikes zu mitzuführen. Zudem ist es möglich, die Fahrräder auf den Trägern zu sichern, womit die Unfallgefahr verringert wird.

Fahrradträger bestehen unter anderem aus Schienen und Halterungsmechanismen und werden ganz einfach mit dem Fahrzeug verbunden. Bei den Fahrradträgern muss zwischen unterschiedlichen Varianten unterschieden werden, die jeweils an verschiedenen Positionen angebracht werden:

Heckträger

Dachträger

Die Vor- und Nachteile der Fahrradträger

Die Fahrradträger die im Handel angeboten werden, funktionieren alle ähnlich: Sie verfügen über eine Schiene, in welche die Reifen des Bikes platziert werden. Zudem gibt es noch das Sicherheitssystem, durch das das Fahrrad mit dem Träger verbunden wird. Aber dennoch unterscheiden sich die einzelnen Bauarten.

Es gibt Träger, die auf dem Dach des Fahrzeugs befestigt werden, wobei von den Herstellern auch Fahrradträger produziert werden, die auf die Anhängerkupplung montiert werden – Kupplungsträger. Des Weiteren werden noch Heckträger angeboten, die am Fahrzeugende angebracht werden können.

Alle Fahrradträger weisen einen großen Vorteil auf: in der Regel lassen sie sich sehr einfach am Fahrzeug befestigen und ermöglichen so einen schnellen und sicheren Transport an den Zielort. Allerdings unterscheiden sich die einzelnen Bauarten deutlich, da sie spezifische Stärken und Schwächen aufweisen.

Der Dach-Fahrradträger

Besitzer von Kombis und SUVs greifen oftmals zu den universellen Dachfahrradträgern, die sich oftmals einfach auf den gängigen Fahrzeugen befestigen lassen. Allerdings wird für diese Fahrradträger eine Verankerungsmöglichkeit benötigt, wie beispielsweise die Dachreling, mit der die meisten der SUV und Kombis ausgestattet sind. Andere Autos verfügen auch über versenkbare Befestigungspunkte, an die der Dachträger dann ebenfalls befestigt werden kann. Von manchen Herstellern werden auch Dachträger angeboten, die selbst dann befestigt werden können, wenn keine Dachreling oder ein anderer Punkt zum befestigen vorhanden ist.

So werden einige der Dachträger in den Türrahmen geklemmt, bevor dann eine anschließende Fixierung durch Stellschrauben oder Verschlüsse erfolgt. Der Vorteil der Fahrrad-Dachträger ist, dass hier bis zu 4 Bikes auf einmal transportiert werden können. Zugleich besteht auch freie Sicht, da sich die Fahrräder auf dem Dach befinden. Die Dachträger werden für eine Vielzahl von Fahrzeugen angeboten.

Der Heck-Fahrradträger

Eine andere Möglichkeit die Fahrräder von A nach B mit dem Auto zu transportieren sind die Heckklappenträger. Diese werden, wie der Name es schon vermuten lässt, am Heck des Fahrzeuges montiert. Diese Modelle weisen eine große Stabilität auf und durch die solide Haltefunktion ist es möglich auch schwere Räder zu transportieren. Einige der Ausführungen weisen sogar hochklappbare Halterungen auf, sodass die Fahrzeuglänge verkürzt werden kann, wenn keine Bikes transportiert werden.

Allerdings steigt der Benzinverbrauch durch diese Art der Fahrradträger enorm, auch wenn sich die Bikes damit sehr gut transportieren lassen. Des Weiteren leiden auch die Heckklappenscharniere, da sie nicht für das hohe Gewicht ausgelegt sind, das durch Träger und Fahrräder entsteht. Außerdem wird auch die Sicht nach hinten eingeschränkt, was ein kleiner Nachteil ist – aber daran kann sich der Fahrer schnell gewöhnen.

Die Anhängerkupplung-Träger

Auch mit diesen Fahrradträgern können Bikes gut transportiert werden. Diese Modelle beeindrucken durch die niedrige Höhe, durch die ein einfaches be- und entladen möglich ist. Aufgrund dessen, dass die Anbringungshöhe sehr niedrig ist, entsteht nur ein geringer Luftwiderstand und das wirkt sich vorteilhaft auf das Fahrverhalten und den Benzinverbrauch aus.

Ein weiterer Vorteil ist die Sicht nach hinten, die im großen und ganzen frei bleibt. Voraussetzung für die Nutzung eines solchen Fahrradträgers ist jedoch eine Anhängerkupplung und diese ist nicht bei jedem Auto vorhanden.

Fahrradträger – die Stärken und Schwächen

Aufgrund dessen das die einzelnen Fahrradträger ihre ganz spezifischen Stärken und Schwächen aufweisen, die sich deutlich unterscheiden, sollte vorab genau überlegt werden, welche Konstruktion für einen persönlich die beste ist. Grundsätzlich sind alle Fahrradträger empfehlenswert, wenn es darum geht, Fahrräder zu transportieren.

Zubehör für Fahrradträger

Die Hersteller, die sich auf die Produktion von Fahrradträgern spezialisiert haben, fertigen ganz unterschiedliches Zubehör an. So werden Produkte angeboten, mit denen die Funktionsmöglichkeiten eines Fahrradträgers erweitert werden können. So wird beispielsweise Zubehör angeboten, mit dem die Sicherheit erhöht wird. Zudem werden von manchen Herstellern auch Artikel angeboten, die es ermöglichen, den Fahrradträger gut zu verstauen, wenn er nicht benötigt wird.

Von manchen Herstellern werden bspw. Transportboxen angeboten, die sich auf dem Fahrradträger fixieren lassen. Damit besteht eine Transportmöglichkeit, die ganz einfach auf dem Heck- oder Dachträger befestigt wird. Diese Boxen ermöglichen es Gepäck oder andere Dinge zu befördern, die nicht in den Kofferraum passen – bspw. eine Ski-Ausrüstung. Oftmals sind diese Transportboxen für Fahrradträger aus Aluminium oder Kunststoff gefertigt.

Werden Fahrräder transportiert, dann gibt es für die Fahrradträger noch weiteres Zubehör, wie Sicherheitsriemen, die an den Schienen fixiert werden um die Bikes noch besser zu sichern. Weitere Sicherheit bieten die verschließbaren Rahmenhalter, die mit vielen Fahrradträgern kombinierbar sind. Durch das Schloss wird das Fahrrad dauerhaft mit dem Träger fixiert, womit ein Diebstahl erschwert wird, während das Fahrzeug auf der Reise abgestellt wird. Sollten die Fahrräder vom Träger gelangen, gibt es weiteres nützliches Zubehör, wie Auffahrschienen, mit denen die Bikes leichter auf den Heck- oder Kupplungsträger gelangt.

Weiteres Zubehör sind zusätzliche Rückleuchten, die der Sicherheit dienen. Auch Steckdosen für Fahrradträger werden angeboten, damit die Beleuchtungselemente mit Energie versorgt werden können. Somit ist es möglich nachträglich Fahrradträger mit Beleuchtungselementen auszustatten, damit eine sichere und legale Nutzung im Strassenverkehr gegeben ist.

Sollte der Fahrradträger nicht verwendet werden, dann hilft eine entsprechende Wandhalterung, diesen zu verstauen. Von einigen Herstellern werden Stahlhalterungen für Keller und Garage angeboten, in die der Fahrradträger eingehängt werden kann.